Online-Zahlungs-Systeme 
 

Einer der häufigsten Bedenken vor allem von privaten Internetanwendern gegenüber dem eCommerce ist die unsichere Bezahlung. Aus rein technischer Sicht sind diese Ängste unbegründet, solange die persönlichen Informationen mit geeigneten Verschlüsselungssystemen übertragen werden. Die Verwendung der Kreditkarte ist selbst bei unverschlüsselter Übertragung für den Käufer unproblematisch. Sollte ein Fremder in den Besitz der Kreditkartennummer kommen und damit einkaufen, so kann der reguläre Inhaber der Kreditkarte diese Zahlung durch einen einfachen Anruf bei seinem Kreditkartenprovider stornieren. Der entsprechende Betrag wird dann nicht belastet. Das einzige was jedem Kreditkartenzahler zu raten ist, ist regelmäßig seine Abrechungen zu überprüfen. Dann besteht keinerlei Risiko. Kreditkartenbezhlung mit Verschlüsselung ist insofern für den Konsumenten doppelt abgesichert und insofern absolut unpoblematisch.

Gängige Berichte in der Presse über die Gefahren die durch das Bezahlen mit Kreditkarte für Endkunden entstehen, berücksichtigen diese Tatsache meist nicht. Es stellt sich die Frage, ob dadurch nicht nur Ängste und Hysterie geschürt werden soll, mit denen sich vortrefflich Auflage machen lässt.

Es möge jeder selbst entscheiden, wo hier die eigentlichen Betrüger sitzen. 

Das höhere Risiko bei der Zahlung von Online-Geschäften liegt bei dem Händler, der sich nicht sicher sein kann, ob der Käufer wirklich den richtigen Namen angibt, die Kreditkarteninformationen nicht entwendet (Kreditkarteninformationen findet man in jedem Mülleimer einer Tankstelle oder sind jedem Kellner in einem Restaurant offenbar) sind oder das Limit der Kreditkarte oder des Kontos nicht bereits überschritten ist.

Abhilfe schaffen hier Online-Zahlungssysteme, die eine hohe Sicherheit für den Käufer (Verschlüsselungstechnologien und digitale Signatur) mit der Sicherstellung des Zahlungsvorgangs für den Händler kombinieren. Die Verbreitung von Online-Zahlungssystemen ist jedoch bei Händlern und Kunden noch sehr gering.

Man unterscheidet bei Online-Zahlungs-Systemen zwischen:

Macropayment: Bezahlung von Beträgen zwischen 10 und 10.000 DM
Mikropayment: Bezahlung von Beträgen zwischen 0,0001 und 10 DM
  • Cybercash
  • Millicent
  • u.v.m.

      

set.jpg (64697 Byte) setlogo.gif (4598 Byte)

...ist ein Standard für Online Kreditkarten-Zahlung.

Sowohl Händler als auch Kunde müssen ein Zertifikat für eine digitale Signatur besitzen.

SET-Zahlung wird von Cybercash und verschiedenen Kreditinstituten bereits angeboten.

 

edd.jpg (51958 Byte) EDD - Electronic Direct Debit  ist ein Bezahlsystem das Bankeinzug online realisiert. Der Gateway sorgt dabei für die Sicherheit der Transaktion.

EDD wird von Cybercash angeboten.

 

 

 

 

 

cybercoin.jpg (61925 Byte) Cybercoin ist ein Zahlverfahren das auf virtuellem Geld beruht. Der Kunde lädt eine elektronische Geldbörse auf und bezahlt dann damit.

In der Realität befindet sich die Information über den Cybercoin-Kontostand bei einem Gateway, was dieses Verfahren sehr sicher macht.

Cybercoin wird von Cybercash angeboten

 

 

millicent.jpg (61582 Byte) Millicent ist ein Zahlverfahren, das auf virtuellem Geld beruht. Der Kunde erhält vom Provider ein SCRIP (ein Stück Software), das er zum Bezahlen direkt an den Händler übersendet. Dieser tauscht es dann wieder gegen reelles Geld ein.

Millicent ist zur Bezahlung von Kleinstbeträgen bis zu 0,1 Pfennig konzipiert.

PAYBOX ist ein Hybridverfahren, das Bankeinzugs-Bezahlung durch einen Provider mit einer ausgeklügelten Benutzeridentifizierung per Handy (incl einer PIN-Nummern - Abrage) kombiniert. Es ist nicht nur im Internet anwendbar, sondern ist auch in der Offline-Welt (Geschäfte, Taxis etc.) anwendbar. Der Kunde, der bei einem angemeldeten Paybox-Händler kaufen will, gibt diesem seine Handynummer. Paybox ruft dann den Kunden an und fragt die PIN ab. Ist alle OK, wird die zahlung durch Lastschrifteinzug viaPaybox getätigt.

Informationen zu digitalen Zahlungssystemen findet man unter: