Geschäftsmodelle des eCommerce 
Um die Geschäftsmodelle, die sich aus der Nutzung von Internet-technologien ergeben zu strukturieren, unterscheidet man zum einen nach der Art der Geschäftspartner:
  • Interngeschäfte Zwischen Unternehmen B2B
    Business to Business
  • Internetgeschäften zwischen Unternehmen und privaten Verbrauchern B2C
    Business to Consumer
  • Innerhalb von Partner-Netzwerken
  • Innerhalb eines Unternehmens

Zum Anderen nach dem Interesse des eCommerce Anbieters:

  • Information und Werbung
  • Verkauf von Waren und Dienstleistungen
  • Einkauf von Waren und Dienstleistungen
  • Abbildung von festen Geschäftsprozessen im WEB
 

Alle erfolgreichen Geschäftsmodelle des Internet haben gemeinsam, dass sich das Angebot nicht auf den Verkauf eines Produktes beschränkt:

  • Umfangreiches Angebot von Services und Zusatzleistungen rund um das Produkt
    • Customer Care (Beispiel: Cisco)
    • Download von Zubehör (Beispiel: Aktuelle Treiber Microsoft)
  • Verschenken der zentralen Leistung, um durch Werbung oder komplementäre Leistungen Einnahmen zu erzielen
    • Suchmaschinen: Navigation oder Suchfunktionen für den Surfer kostenlos, Einnahmen durch Werbung (Bsp.: Yahoo, Altavista)
    • Portals: Kostenlose Bereitstellung hochwertiger Informationen
      Einnahmen durch Werbung (Bsp.: eVita, Spiegel)
    • Kostenlose Software im Internet anbieten und Einnahmen über den Verkauf eines komplementären Produktes Beispiel: Acrobat
  • Besetzen eines Marktes und setzten von Standards wird zentrales Unternehmensziel, das sich mittelfristig auszahlt:
    • Setzen von Standards im Internetbereich (Beispiele Netscape, SUN oder Microsoft)
    • Besetzung des Onlinemarktes für Bücher durch (Beispiel:Amazon)
  • Individualisierte Massenfertigung (Bsp.: Dell)
  • Ganzheitliche Betrachtung und Abbildung der Wert- und Handelskette
    • Integration des Buchhandels in das Internetangebot (Bsp.: www.Buchhandel.de)
    • Marketing über mehrere Handelsstufen hinweg (Bsp.: CISCO)

 

Erfolgreiche eCommerce Geschäftsmodelle können für jede Branche und jeden Markt entwickelt werden.

Bei der Konzeption von eCommerce Geschäftsmodellen ist auf folgende Punkte besonders zu achten:

  • Analyse der gesamten Wert- und Handelskette
  • Prozessorientierte und funktionale Betrachtung der Beteiligten an einem Wertschöpfungsprozess
  • Identifikation der zentralen wertschöpfenden  Prozessschritte
  • Identifizierung der fördernden und hindernden Faktoren
  • Berücksichtigung der Interessen, Risiken und Chancen aller Beteiligten
  • Schaffung von Win-Win-Situationen für alle Beteiligte

Mit dem Tool eProcess  von mark@web lassen sich eCommerce erfolgversprechende Geschäftsmodell in einem Workshop entwickeln. (Download der Beschreibung)

Vor der Umsetzung der Geschäftsmodelle sind die Annahmen und Schlussfolgerungen detailliert mit ausgewählten Kunden zu erörtern und zu verifizieren.
Nach Abschätzung des technischen und organisatorischen Aufwandes kann dann ein Geschäftsplan und eine Rentabilitätsbetrachtung für das neu entwickelte Geschäftsmodell erstellt werden. 

Sollte das eCommerce Projekt in Stufen realisiert werden, ist darauf zu achten, das jede Stufe für alle Beteiligte attraktiv ist. Für jedes Angebot gibt es eine "Nutzen-Schwelle", die überschritten  werden muss.

Wer aus Kostengründen oder um erst einmal klein anzufangen keinen Nutzen generiert, wird erfolglos bleiben!

Halbherzige eCommerce-Projekte sind verschwendetes Geld!