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Amazon ist das Standardbeispiel für eine Internet Company.

Amazon wurde im Juli 1995 als reine Internet-Versandbuchhandlung gegründet.
Das relativ einfache Geschäftsmodell: ca. 20% Preisnachlass auf alle Bücher  
sorgte für eine riesige Bekanntheit und einen kometenhaften Aufstieg.

Neben dem günstigen Preis nutzte Amazon als erstes konsequent alle Marketingmittel, die das Internet bietet:

Mittlerweile besitzt Amazon 12 Millionen registrierte Kunden in 160 Ländern. In Deutschland und Großbritannien gibt es eigenen Niederlassungen. Der Handel beschränkt sich nicht mehr auf Bücher, sondern es werden auch Musik-CD, DVD, Videos und Unterhaltungselektronik angeboten. Der Umsatz stieg von 148 Mio.$ in 1997 auf 1 Mrd.$ in 1999 (9 Monate).

Amazon wird heute immer häufiger vorgeworfen, dass sie keine Gewinne machen. Der Grund liegt in einem recht schitzofrenen Sachverhalt, der die letzten 2 Jahre für Dot-com Unternehmen galt: Die Börse hat die Expansion eines Unternehmes wesentlich positver beurteilt als den eigentlichen monitären Erfolg. So wurde ein neuer Kunde, der bei amazon.com bestellt hatte beim Aktienkurs mit über 400$ bewertet. Diesen Gewinn aus dem operativen Geschäft heraus zu realisieren dauert aber Jahre. So war das Unternehmesziel im Sinne eines Shareholder Value nur von Expansion um jeden Preis geprägt. Amazon.com gab bis zu 30% seines Umsatzes für Werbung aus.

Im Zeiten des DotCom - Sterbens ist hier eine scharfe Wende in der Strategie angesagt ( Anm. des Autors: Endlich!) und man hörte, das Amazon im Buchgeschäft im 4 Quartal 2000 schwarz Zahlen schreibt.